Vom E-Auto zurück ins Hausnetz und Stromnetz.
Strom fließt in beide Richtungen.
Beim bidirektionalen Laden fließt Strom in beide Richtungen zwischen E-Auto und Hausnetz bzw. Stromnetz. Das Fahrzeug kann also nicht nur Strom laden, sondern auch wieder abgeben. Das E-Auto wird damit zum Stromspeicher für das Haus und das Stromnetz.
Dabei ist zwischen bidirektionalem Gleichstrom- (DC) und Wechselstrom-Laden (AC) zu unterscheiden. Beim bidirektionalen DC-Laden wird direkt auf den Akku des Fahrzeugs zugegriffen. Der Wechselrichter zum Laden und Entladen ist dabei in der Wallbox bzw. Ladestation verbaut. Aus diesem Grund sind diese Lösungen teuer. Beim bidirektionalen AC-Laden ist die Lade- und Entladetechnik im Fahrzeug verbaut. Die Wallbox übernimmt nur die Kommunikation mit dem Fahrzeug.
ISO15118-20 als Grundlage.
Technisch ist für das bidirektionale Laden der Ladestandard ISO15118-20 notwendig. Dieser wird zurzeit sowohl für Wallboxen als auch bei den E-Fahrzeugen implementiert und ausgerollt. Insbesondere die erweiterte Sicherheitsarchitektur dieses Ladestandards mit Public-Key-Infrastruktur (PKI), digitalen Zertifikaten und Zertifikats-Pools bzw. Root-CAs erfordert Entwicklungsaufwand und einen externen Zertifizierungsprozess.
Zusätzlich sind technische Details, wie der NA-Schutz, zurzeit für das bidirektionale AC-Laden noch nicht vollständig definiert. Neben der technischen Umsetzung der Ladeinfrastruktur sind für das flächendeckende Rollout weitere Faktoren wie die Einführung der intelligenten Messeinrichtungen notwendig.
Hardware-seitig vorbereitet.
Die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen für das bidirektionale AC-Laden sind in Deutschland noch nicht vollständig geklärt. Sobald die Grundlagen stehen, werden wir bidirektionales Laden, sofern möglich, per Software-Update nachreichen.
Wir haben aber alles dafür getan, dass der WARP4 Charger Pro mit der notwendigen Hardware ausgestattet ist, um diese Funktion zukünftig unterstützen zu können.